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Häufige Einwände

Kann ich mit einer von mir gekaufte CD oder DVD nicht machen was ich will?

Mit dem Kauf einer DVD, einer CD oder einer Software erwirbt man neben dem Sacheigentum auch ein Nutzungsrecht, das es erlaubt, den Film, die Musik bzw. die Software in dem Rahmen zu nutzen, den die Lizenzvereinbarungen und die Vorschriften des Urheberrechtes vorgeben. Diese sehen für den privaten Nutzer in erster Linie das Anhören der Musik, das Ansehen des Films und den Gebrauch der Software vor, allerdings erlaubt das Gesetz in begrenzten Umfang auch das Anfertigen von Kopien. Eine Vervielfältigung über diesen Rahmen hinaus ist nur mit der Zustimmung des Rechteinhabers erlaubt oder wenn die Lizenzvereinbarungen dies explizit genehmigen. Zuwiderhandlungen sind ein Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz und damit strafbar. Besonders hart bestraft wird der Handel mit Raubkopien. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Marktplätzen wie z.B. ebay verbieten es, Dinge, die Rechte anderer verletzen zu verkaufen und beinhalten üblicherweise eine Klausel, die die Weitergabe von Daten an Dritte z.B. an die Inhaber von Schutzrechten u.U. ermöglicht. Wichtig ist, dass der Nutzer nicht explizit darauf hingewiesen werden muss, dass ein Werk dem Urheberrecht unterliegt. Wenn ihm also keine über das Gesetz hinausgehende Rechte eingeräumt werden, hat er auch keine.

 

Und wenn ich die DVD nur brenne und nicht weitergebe?

Für private Nutzung räumt das deutsche Urheberrechtsgesetzes das Recht auf Anfertigung von Privat- bzw. Sicherungskopien ein. § 53 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) regelt die Vervielfältigung zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch: „Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird.“ Typischer Anwendungsfall ist die Zusammenstellung einer persönlichen „Best Of“ -CD. In Bezug auf Software erlaubt § 69 des Urheberrechtsgesetzes „die Erstellung einer Sicherungskopie durch eine Person, die zur Benutzung des Programms berechtigt ist [...] wenn sie für die Sicherung künftiger Benutzung erforderlich ist.“ Eine Kopie von einer offensichtlich illegalen Kopie ist keine Privatkopie. Technische Kopierschutzmaßnahmen dürfen auch für die Erstellung einer Privatkopie generell nicht umgangen werden.

 

 

Darf ich Musik, die ich mir legal heruntergeladen habe brennen?

Wie Musik oder Filme, die gegen Bezahlung aus dem Internet heruntergeladen wurden, genutzt werden dürfen, ist durch die Nutzungsbedingungen geregelt, denen vor dem Download zugestimmt werden muss. In der Regel ist das Übertragen der Daten von der Festplatte auf einen anderen Datenträger wie z.B. eine CD erlaubt, sofern es sich um eine Kopie für den privaten Gebrauch handelt. Für das Herunterladen von Musik von sogenannten Tauschbörsen gilt, dass bereits der Downloadvorgang eine Verletzung des Urheberrechts darstellt, da das Werk auf dem Computer des Nutzers gespeichert und somit vervielfältigt wird. Zudem stammt das angebotene Material bereits aus illegalen Quellen, z.B. wenn es sich um im Kino mitgeschnittene Filme handelt.

 

 

Darf ich als Lehrer Kopien zu Unterrichtszwecken anfertigen?

Für Unterrichtszwecke sieht das Urheberrecht Ausnahmen und Sonderregelungen vor. Informationen dazu finden Sie hier und bei den unter „Links“ genannten Quellen.

 

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