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Rechtlicher Schutz: Das deutsche Urheberrechtsgesetz

Das erste deutsche Urhebergesetz trat 1876 als Folge der zunehmenden unkontrollierten Vervielfältigung von Schriftwerken in Kraft. Bis dahin hatten Kreative wenige Möglichkeiten, ihr geistiges Eigentum zu schützen. Heute hingegen gibt es in fast allen Ländern umfassende Regelungen, um eigene Werke oder Erfindungen zu sichern:

  • Es gibt Rechte zum Schutz von Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmustern.
  • Patentgesetze garantieren dem Schöpfer technischer Erfindungen für bis zu 20 Jahre ein exklusives Nutzungsrecht.
  • Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe des Urheberrechtsgesetzes. 

Urheber ist der Schöpfer eines Werkes. Er hat das Recht zu bestimmen, ob und wie sein Werk zu veröffentlichen ist. Neben den Urheberpersönlichkeitsrechten umfasst das Gesetz zudem die Verwertungsrechte, die dem Urheber das ausschließliche Recht zugestehen, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten. Zudem umfasst sie insbesondere das Vervielfältigungs-, das Verbreitungs- sowie das Ausstellungsrecht.

 

Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:

  1. Sprachwerke wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;
  2. Werke der Musik;
  3. Pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;
  4. Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke;
  5. Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;
  6. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;
  7. Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.

Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.

 

Ein im Sinne des deutschen Urhebergesetzes (UrhG) geschütztes Werk entsteht, indem man einer Idee eine Form gibt, sei es als Film, Buch oder Bild. Anspruch auf das Recht hat man automatisch, sobald das Geschaffene öffentlich wird. Der Urheber kann sein Werk gegen Gebühr oder kostenlos zur Verwertung freigeben, bleibt aber der rechtmäßige, juristische Urheber. Ohne die Erlaubnis des Urhebers darf keine Kopie des Originals angefertigt werden.

 

Bei Urheberrechtsverletzungen greift neben dem Strafrecht, das sowohl Geld- als auch Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vorsieht, auch das Zivilrecht, das dem Geschädigten u.a. die Möglichkeit einräumt, Schadenersatz zu verlangen. Zudem obliegt es zumeist dem Verurteilten, die Anwalts- und Gerichtskosten zu tragen.

 

Schutz durch Kennzeichnung des Originals und Aufklärungsarbeit

Um die Entstehung von Raubkopien zu erschweren bzw. zu verhindern, setzt die Branche schon seit längerem auf den Einsatz verschiedenster Techniken: 

  • Die einzelnen Schritte der Filmherstellung und -verwertung von der Post-Produktion bis zur Auswertung im Kino werden streng überwacht.
  • Datenträger sind mit Kopierschutzmaßnahmen versehen.
  • Digitale Wasserzeichen ermöglichen eine Rückverfolgung der Quelle von Raubkopien und machen Missbrauch erkenn- und verfolgbar. Für den Zuschauer sind diese Wasserzeichen nicht wahrnehmbar, da sie weder die Ton- noch die Bildqualität des Originals einschränken.
  • Zudem setzt die Branche auf gute Kennzeichnung des Originals und auf intensive Aufklärungsarbeit – z.B. mit Hilfe des RESPE©T COPYRIGHTS Unterrichtsmaterials.
  • Einrichtungen wie z.B. die GVU, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V., ermitteln gegen die illegale Verbreitung von Raubkopien. Die GVU hat dabei insbesondere die Quellen von Raubkopien im Visier.
  • Um auf den Wert geistigen Eigentums hinzuweisen wird jährlich am 26. April der „Welttag des geistigen Eigentums“ begangen.

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