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Glossar
FAQ

1. Was genau ist das Urheberrecht, was sind Raubkopien?

Urheberrechte schützen die Rechte des Werkschöpfers (Urheber) an seiner geistigen Arbeit, zum Beispiel an Literatur, Film, Musik, Kunst, Wissenschaft oder Software. Bei der Verletzung dieses Rechts durch illegale Vervielfältigung oder illegalen Download aus dem Internet können Urheber Schadensersatzansprüche geltend machen. Bei legalen Käufen von DVDs, CDs oder Software erwirbt man, im Gegensatz zu Raubkopien, neben dem Sacheigentum auch Nutzungsrechte, die es einem erlauben, das Werk in einem bestimmten Rahmen zu verwenden. Diese werden durch die Lizenzvereinbarungen und die Vorschriften des Urheberrechtes vergeben. Für private Nutzer beinhaltet das in erster Linie das Anhören der Musik, das Ansehen des Films oder den Gebrauch der Software. Dies gilt auch für Filme und Musik, die aus legalen Quellen, z.B. Video-on-Demand oder anderen legalen Download-to-Own-Anbietern, aus dem Internet heruntergeladen werden.

Wird dieses Nutzungsrecht bei der Beschaffung nicht erworben, da es sich bei dem Produkt um eine Raubkopie handelt, erhält der Urheber keine finanzielle Beteiligung, d.h. er wird für seine Arbeit nicht entlohnt. Die Verluste, die durch diese Art der Verbreitung entstehen, sind keine Bagatellschäden. Die Europäische Union schätzt den durch Produktpiraterie entstandenen Schaden allein in Deutschland auf ca. 30 Milliarden Euro pro Jahr. Ungefähr 70.000 inländische Arbeitsplätze gehen dadurch jährlich verloren. Wenn nun also weiterhin vermehrt illegale Raubkopien konsumiert oder Sachen illegal aus dem Internet herunter geladen werden und nicht bald eine Lösung für dieses Problem gefunden wird, sind die Existenzen der Künstler und ihrer Mitarbeiter gefährdet. 

 

2. Welchen Schaden richten Raubkopien in Deutschland an?

Raubkopien stellen ein ernstzunehmendes Problem dar, das Millionenschäden anrichtet und somit wirkungsvolle Maßnahmen erfordert.

 

Verschiedene Studien belegen das Ausmaß und die Schäden von Raubkopien. So besuchten im ersten Halbjahr 2011 16,1 Millionen Deutsche (rund ein Drittel der Internetnutzer) Seiten mit illegalen Medieninhalten. Die Hälfte davon kann wiederum als „Nutzer“ bezeichnet werden. Darunter sind Personen zu verstehen, die illegale Medieninhalte per Download oder Streaming nutzen.

 

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 54 Millionen Kino- und Spielfilme von 1,8 Millionen Personen in Deutschland illegal heruntergeladen. Auffällig ist dabei die hohe Intensität, mit der die Filme illegal heruntergeladen werden – im Durchschnitt 30 Filme im Jahr pro Person.  

 

3. Welche Risiken können durch den illegalen Download entstehen?

Das Downloaden von Filmen über Sharehoster und Tauschbörsen im Internet („Filesharing“) birgt viele auf den ersten Blick nicht absehbare und ungewollte Risiken. Denn über diese Technologien werden nicht nur viele legale und gute Inhalte angeboten. Da es dort kaum Kontrollen gibt, stößt man auch auf Pornografie, Gewaltverherrlichung oder politischen Extremismus.

Darüber hinaus bergen Tauschbörsen durch ihr unüberwachtes Angebot große Sicherheitsrisiken. Illegal herunter geladene Dateien sind nicht selten mit „Schadprogrammen“ wie Viren, Würmern oder Trojanern verseucht. Diese werden gezielt in den zum Download angebotenen Dateien versteckt und verursachen nach dem Herunterladen Schäden auf dem Computer. Außerdem wird oft „Spyware“ mitinstalliert. Hierbei handelt es sich um Spionage- Programme, die wichtige Daten der Nutzer ausspionieren und heimlich übers Internet verschicken. So können zum Beispiel Bank- und Kreditkartendaten oder vertrauliche E-Mails öffentlich gemacht werden. 

 

4. Kann ich mit einer von mir gekaufte CD oder DVD nicht machen was ich will?

Mit dem Kauf einer DVD, einer CD oder einer Software erwirbt man neben dem Sacheigentum auch ein Nutzungsrecht, das es erlaubt, den Film, die Musik bzw. die Software in dem Rahmen zu nutzen, den die Lizenzvereinbarungen und die Vorschriften des Urheberrechtes vorgeben. Diese sehen für den privaten Nutzer in erster Linie das Anhören der Musik, das Ansehen des Films und den Gebrauch der Software vor. Allerdings erlaubt das Gesetz in begrenztem Umfang auch das Anfertigen von Kopien. Eine Vervielfältigung über diesen Rahmen hinaus ist nur mit der Zustimmung des Rechteinhabers erlaubt oder wenn die Lizenzvereinbarungen dies explizit genehmigen. Zuwiderhandlungen sind ein Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz und damit strafbar. Besonders hart bestraft wird der Handel mit Raubkopien. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Marktplätzen wie z.B. ebay verbieten es, Dinge, die die Rechte anderer verletzen, zu verkaufen und beinhalten üblicherweise eine Klausel, die die Weitergabe von Daten an Dritte z.B. an die Inhaber von Schutzrechten u.U. ermöglicht. Wichtig ist, dass der Nutzer nicht explizit darauf hingewiesen werden muss, dass ein Werk dem Urheberrecht unterliegt. Wenn ihm also keine über das Gesetz hinausgehende Rechte eingeräumt werden, hat er auch keine. 

 

5. Und wenn ich die DVD nur brenne und nicht weitergebe?

Für private Nutzung räumt das deutsche Urheberrechtsgesetzes das Recht auf Anfertigung von Privat- bzw. Sicherungskopien ein. § 53 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) regelt die Vervielfältigung zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch: „Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird.“ Typischer Anwendungsfall ist die Zusammenstellung einer persönlichen „Best Of“ -CD. In Bezug auf Software erlaubt § 69 des Urheberrechtsgesetzes „die Erstellung einer Sicherungskopie durch eine Person, die zur Benutzung des Programms berechtigt ist [...] wenn sie für die Sicherung künftiger Benutzung erforderlich ist.“ Eine Kopie von einer offensichtlich illegalen Kopie ist keine Privatkopie. Technische Kopierschutzmaßnahmen dürfen auch für die Erstellung einer Privatkopie generell nicht umgangen werden. 

 

6. Darf ich Musik, die ich mir legal heruntergeladen habe, brennen?

Wie Musik oder Filme, die gegen Bezahlung aus dem Internet heruntergeladen wurden, genutzt werden dürfen, ist durch die Nutzungsbedingungen geregelt, denen vor dem Download zugestimmt werden muss. In der Regel ist das Übertragen der Daten von der Festplatte auf einen anderen Datenträger wie z.B. eine CD erlaubt, sofern es sich um eine Kopie für den privaten Gebrauch handelt. Für das Herunterladen von Musik von sogenannten Tauschbörsen gilt, dass bereits der Downloadvorgang eine Verletzung des Urheberrechts darstellt, da das Werk auf dem Computer des Nutzers gespeichert und somit vervielfältigt wird. Zudem stammt das angebotene Material bereits aus illegalen Quellen, z.B. wenn es sich um im Kino mitgeschnittene Filme handelt.

 

7. Darf ich als Lehrer Kopien zu Unterrichtszwecken anfertigen?

Für Unterrichtszwecke sieht das Urheberrecht Ausnahmen und Sonderregelungen vor. Informationen dazu finden Sie hier und bei den unter "Links" genannten Quellen. 

 

8. Ist es nicht nur Interesse an Gewinnmaximierung, wenn die Filmindustrie gegen Raubkopierer vorgeht?

Leider muss die Filmindustrie durch Raubkopien und illegale Filmnutzung hohe Schäden von mehreren hundert Millionen Euro pro Jahr hinnehmen. Es geht daher nicht darum, Gewinne zu steigern, sondern überhaupt in die Gewinnzone zu gelangen. Dabei ist das Interesse nicht rein eigennützig: Schließlich hängen Tausende von Arbeitsplätzen vom wirtschaftlichen Erfolg der Filmbranche ab. 

 

9. Was für Probleme ergeben sich für die Filmindustrie?

Jahr für Jahr entstehen der Filmindustrie durch Raubkopien und illegale Filmnutzung hohe Schäden im dreistelligen Millionenbereich - wirklich keine Bagatelle. Diese Summe entsteht, da durch illegale Kopien die Kinobesuche, die DVD- Käufe und natürlich auch die Anzahl der entliehenen DVDs in Videotheken abnimmt. Rund zwei Drittel aller aktuellen Filme sind meist sogar noch vor dem offiziellen Kinostart illegal im Netz verfügbar. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm und somit sind, neben einzelnen Filmprojekten, auch ein Großteil der beteiligten Berufsgruppen bedroht. Betroffen sind Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten, Verleger, Maskenbildner, Kabelträger, Schneider, Köche, Fahrer und noch viele mehr.

 

Auch die Kürzung der Schauspielergagen stellt hierbei keine Lösung für das Problem dar. Ganz im Gegenteil: Oft sind die Schauspieler Garanten für einen internationalen Erfolg und ermöglichen überhaupt die Beschäftigung all dieser Leute. Erst lange nach dem Kinostart lässt sich für die Produzenten absehen, ob sich eine Filmproduktion tatsächlich gerechnet hat oder nicht.

 

10. Die angeblich verursachten Schäden sind oft schwer zu überprüfen und kaum zu messen. Wie kommt die Filmindustrie an die Zahlen?

Bei den Zahlen handelt es sich um Schätzungen der deutschen Filmbranche und der GVU, die ausgehend von vorliegenden Studien, langjährigen Erfahrungswerten und branchenübergreifenden Vergleichen vorgenommen wurden. Leider ist es nicht möglich, konkretere Schadenssummen zu beziffern, da diese umfangreiche Marktanalysen über einen versteckten – eben illegalen – Markt erfordern würden. Auf dem Schwarzmarkt werden keine Auskünfte über Abverkaufszahlen erteilt, keine Geschäftsberichte veröffentlicht oder Konsumgüterforschung im herkömmlichen Sinne betrieben. 

 

11. Was versteht man unter einer Kopie?

Unter einer Kopie versteht man die Vervielfältigung bzw. Reproduktion eines Originals. Dabei ist zwischen zwei Arten von Kopien zu unterscheiden: Einerseits gibt es die erlaubte und somit legale Reproduktion eines Originals. Darunter fällt u.a. die Vervielfältigung eines Originals im Verlauf eines Produktionsprozesses. So werden Kinofilme beispielsweise nach ihrer Fertigstellung im Kopierwerk auf Filmrollen kopiert und für die deutschlandweite Vorführung im Kino vervielfältigt. Auch die lizenzierte Erstellung von DVDs für den Einzelhandel fällt unter den Begriff der legalen Kopie.

  

Der legalen Kopie steht die illegale Vervielfältigung von Originalen gegenüber. Darunter fallen alle nicht lizenzierten Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken. Im Bereich der digitalen Medien hat sich hierfür der umgangssprachliche Begriff Raubkopie eingebürgert. Raubkopien verursachen gerade in der Filmbranche jährlich Verluste in Millionenhöhe.

 

Das Herstellen einer Kopie von urheberrechtlich geschützten Werken ist grundsätzlich im Urheberrechtsgesetz (UrhG) geregelt. Kopien sind nur im Rahmen der Einschränkungen des Urheberrechts erlaubt. Wer darüber hinaus nicht über weitergehende Lizenzen zur Vervielfältigung verfügt, produziert in der Regel Raubkopien.

 

Vielfach werden diese dann sogar noch weitergegeben oder verkauft. Besonders das organisierte Verbrechen bereichert sich durch den Verkauf fremden geistigen Eigentums. 

 

12. Was sind Erkennungsmerkmale von physischen Raubkopien?

Oft ist für den Verbraucher nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob es sich bei den angebotenen DVDs um eine Raubkopie oder um ein Original handelt. Zur besseren Unterscheidung können Sie sich hier ein Merkblatt mit Tipps zur Identifizierung von potenziellen Raubkopien herunter laden.

 

Bei der „Bewertung“ einer DVD sollte man besonderes Augenmerk auf die Qualität legen und prüfen, ob der Datenträger einen SID Code enthält. Zudem sind die Verpackungen von Raubkopien oft qualitativ minderwertig (billige Einleger, Schreibfehler in den Texten, keine oder schlechte Hüllen) und besitzen keine oder nur herausgekratzte SID Codes. Auch unvollständige, unrichtige bzw. fehlende Markenzeichen oder Lizenzvermerke und der Aufdruck „Promotional Copy – Not for sale“ weisen auf eine Raubkopie hin. 

 

13. Wie werden illegalen Kopien verbreitet?

Für die Verbreitung von illegalen Film-Kopien gibt es verschiedene Wege. Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen der Offline- und Online-Verbreitung.

 

Online- und Offline-Verbreitung von Film-Raubkopien

 

Sowohl illegale als auch legale Kopien werden entweder als Dateien zum Download (Online-Verbreitung) oder als physische Datenträger angeboten (Offline-Verbreitung). In Hinblick Raubkopien gilt das Internet heute als Hauptumschlagplatz. Innerhalb kürzester Zeit werden illegale Kopien über so genannte File-Sharing-Systeme einem großen heterogenen Nutzerkreis zur Verfügung gestellt und verbreiten sich so in modernen Gesellschaften nahezu flächendeckend.

 

Wenn eine Raubkopie online verfügbar ist, dauert es meist nicht lange, bis sie auch offline angeboten wird. Bei der Offline-Verbreitung werden Hard-Goods, d.h. physische Datenträger, professionell gegen Geld, z.B. auf Flohmärkten oder auf Märkten in Grenzgebieten, vertrieben. Ein weiterer Vertriebsweg von physischen Datenträgern ist das Internet. So werden Raubkopien oft in verschiedenen Online- Shops als „Schnäppchen“ angeboten. Bei den vermeintlichen Sonderangeboten handelt es sich allerdings oft um professionell erstellte Raubkopien, an denen nicht diejenigen verdienen, die künstlerisch vor oder hinter der Kamera an dem Film mitgewirkt haben, sondern ausschließlich die Hersteller und Verkäufer der illegalen Kopien. 

 

14. Welche Verbreitungswege von Film-Raubkopien gibt es?

Die GVU, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtverletzungen e.V., unterscheidet vier Schritte bei der Verbreitung von Raubkopien. Auf jeder Ebene nimmt die Anzahl der angebotenen Raubkopien und der getätigten Downloads rasant zu.

 

1. Die Release-Ebene

Ausgangspunkt der illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Werken – wie z.B. Filmen – sind die so genannten Release Groups. Ihre Mitglieder (Supplier) beschaffen die Original- Filme oder Teile davon und verbinden sie miteinander zu einer digitalen Raubkopie. Die Release Group stellt das raubkopierte Material auf leistungsfähigen Servern (Topsites) zur Verfügung – und das oft, bevor der Original-Film überhaupt in den Kinos anläuft. Zugang zu den Servern hat zwar nur ein kleiner Nutzerkreis, aber trotzdem gelangt das raubkopierte Material in die zweite Ebene, die so genannte Affil-Ebene.

 

2. Affil-Ebene

Die Affiliated Groups sind geschlossene Gruppen, die mit den Release Groups in Kontakt stehen. Sie sind für die Beschaffung von Kapazitäten zur Speicherung und zum beschleunigtem Austausch des illegalen Materials zuständig. Dazu werden beispielsweise Großrechenanlagen von Unternehmen oder Universitäten gehackt.

 

3. FXP- und Payserver-Ebene

Die der FXP- und Payserver-Ebene zugeordneten Personen sind nicht mehr ausschließlich in geschlossenen Gruppen organisiert. Ihre Tätigkeit zielt teilweise auf den illegalen Gelderwerb ab. Auf Payservern werden die Raubkopien für die verschiedenen Formen der Massenverbreitung zur Verfügung gestellt.

 

4. Massenverbreitungsebene

Die letzte Ebene der Massenverbreitung besteht aus Nutzern von Tauschbörsen und Replikatoren im Offline-Bereich. So genannte „First Seeder“ stellen das raubkopierte Material in Datentausch- bzw. File-Sharing-Systeme ein. Handelt es sich um Peer-to-Peer-Netzwerke, bei denen es keinen zentralen Server gibt, kann jeder Teilnehmer gleichzeitig Nutzer und Anbieter illegaler Raubkopien sein, denn er kann digitale Inhalte nicht nur herunter laden, sondern die erworbenen Dateien gleichzeitig auch anderen Usern anbieten. Auf diese Weise werden Raubkopien binnen kürzester Zeit weltweit verbreitet und gelangen auch in die Hände von so genannten „Replikatoren“, die Raubkopien auf Datenträger pressen und so für den Offline-Vertrieb oder „Hard-Good-Vertrieb“ auf Flohmärkten oder in Online-Auktionshäusern zur Verfügung stellen.

 

15. Qualitativ gute Filme werden sich auch im Kino durchsetzen, oder?

Gute Filme werden sich im Kino durchsetzen. Aber die Frage ist: Werden sie auch wirtschaftlich erfolgreich sein? Faktisch entstehen durch illegale Filmnutzung große Einbußen. Viele Personen werden einfach nicht mehr ins Kino gehen, nachdem sie sich eine Raubkopie angesehen haben. Genauso wie die allerwenigsten noch DVDs ausleihen oder kaufen, wenn sie auf Raubkopien zurückgreifen können. Damit ist das Modell der Filmverwertung in seinen Grundfesten erschüttert. 

 

16. Hat die Justiz nichts Besseres zu tun, als sich mit solchen Bagatelldelikten zu beschäftigen?

Es wäre schön, wenn wir beim Downloaden und Kopieren von Filmen von Bagatell- oder Kavaliersdelikten sprechen könnten. Die Realität zeigt aber: Längst haben kriminell organisierte Banden Raubkopien als lukrative Einnahmequelle entdeckt. Es gibt sogar professionelle Produktionsstätten im In- und Ausland und strategische Überlegungen zu Absatzkanälen.

 

17. Wie wollen Sie die Anonymität des Netzes umgehen, ohne selbst bestehende Rechte zu verletzen?

Ganz klar: Wir bewegen uns natürlich nur in einem Rahmen, den der Gesetzgeber vorgibt. Die Einhaltung dieser vorgegebenen Regeln ist uns sehr wichtig. Aber innerhalb dieses Rahmens werden und müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um gegen illegale Filmnutzung vorzugehen. Hacker werden Sicherheitsexperten und Virenschreiber teilen ihr Wissen mit Antiviren-Softwareherstellern.

 

18. Sollte man den Raubkopierern nicht dankbar sein, dass sie Sicherheitslücken aufdecken?

Das Problem ist: Die illegalen Filmkopierer decken keine Sicherheitslücken auf. Sie treten ja nicht an die Studios/Verleiher heran und zeigen auf, wo Sicherheitslücken zu finden sind. Vielmehr stellen sie einfach ihre Angebote ins Netz oder verbreiten sie im Offline-Bereich.

 


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